Angst ist ein schlechter Berater
Haben Sie Angst, dass Sie schreiben und Ihre Blogtexte nicht gelesen werden? Denken Sie, dass ihre Branche so langweilig ist, dass sich weder Leser noch Suchmaschinen dafür interessieren? Schreckt es Sie ab, dass bis zu 40 Prozent eines Blogbeitrags nicht bis zum Ende gelesen werden, auch wenn die Leser Ihrer Zielgruppe selbst drauf geklickt haben?
Mag sein, aber mal ehrlich. Was ein eintöniger Text bei Blogs ist und was nicht, ist so subjektiv wie die Wahl der Wandfarbe im heimischen Wohnzimmer. Sicherlich finden Blogbeiträge zu Themen wie Sport, Beauty und Mode mehr Zuspruch als Hydraulikteile von Windkraftanlagen oder die Halbleitertechnologie eines IT-Tech-Unternehmens.
Aber unter uns: Jede Branche hat ihre Fans und mit dem richtigen Anspruch an Qualität und der richtigen Auswahl an Themen versammeln Sie nicht nur die Nerds Ihrer Branche als Leser im firmeneigenen Blog, sondern auch Interessierte, die Ihre Blogartikel teilen und bekannter machen, was Sie tun.
Ihre Chance: Schauen Sie dabei über den Tellerrand und übernehmen Sie Themen in die Planung Ihres Blogs, die auf den ersten Blick zu weit weg für die eigene Zielgruppe bzw. Leserschaft erscheinen. Hier folgen elf Tipps, wie Sie auch in Ihrer Branche mit den richtigen Ideen und dem richtigen Gefühl für Timing Content-Akzente mit Ihren Blogartikeln setzen können.
1. Richtig geplant ist halb geschrieben
Gehen Sie auf Spurensuche danach, was die Bedürfnisse Ihrer Leser sind, und kreieren Sie ein genaues Kundenbild – die so genannte Persona.
3. SMART – mit klaren Vorgaben zum Ziel
Jetzt sollten Sie sich klar werden, mit welchem Ziel Sie die Inhalte erstellen wollen. Geht es um besseres Ranking bei Google, stehen die richtigen Keywords im Vordergrund. Liegt das Hauptaugenmerk auf Kundenbindung, können Sie Texte freier gestalten.
Setzen Sie sich in jedem Fall Ziele, die sich im Nachhinein kontrollieren lassen.

Wir sprechen hier von den SMART-Zielen:
- Spezifisch: Ziele so exakt es geht festlegen.
- Messbar: Ziele, wie beispielsweise das Ranking sollten messbar sein.
- Attraktiv: Das werden sie aber nur, wenn sie auch schaffbar sind. Bleiben Sie realistisch.
- Relevant: Das sollten Ziele sein, die für Ihr Unternehmen auch von Bedeutung sind.
- Terminiert: Setzen Sie sich eine Deadline, die Sie immer im Blick haben.
4. Treffen Sie bei Ihren Lesern den richtigen Ton
Musik ist subjektiv. Um den richtigen Ton zu treffen, üben Musiker Jahrzehnte. So lange müssen Sie nicht üben. Sie sollten sich beim Schreiben von Blogartikeln nur klar darüber sein, welches Publikum diese Texte liest. Einfach gesagt, je nachdem, für welchen Leser- und Kundenkreis Sie gerade schreiben, spielt die richtige Tonalität die erste Geige. Treffen Sie den Ton Ihrer Leser, haben Sie schon gewonnen. Stimmen Sie ihr Schreiborchester mit dem richtigen Fingerspitzengefühl auf die Mischung aus werblicher Sprache und informativem Gespräch ein.

5. Leser wollen lernen
Es ist ganz einfach: Leser bleiben bei der Stange, wenn Ihre Informationen für diese nützlich sind.
Finden Sie diese nützlichen Themen und liefern Sie Antworten auf offene Fragen. Der Blog der lokalen Krankenkasse wirkt auf den ersten Blick nicht wie das Trendmagazin. Hat sie aber einen ansprechenden Artikel über die positiven Effekte des Reverse running oder nützliche Tipps gegen Lärmstress parat, dann kann eine scheinbar langweilige Branche schnell zum ersten Ansprechpartner im Netz werden.
6. Schreiben Sie wie Sie sprechen
Komplizierte Dinge einfach erklären: Klingen Ihre Blog-Texte wie die Übersetzung der Waschmaschinengebrauchsanweisung vom Chinesischen ins Deutsche? Ändern Sie das.
Fachwörter können in der Regel einfach erklärt werden, ohne ihren Sinn zu verlieren. Wer einfach erklärt, gewinnt Leser.
7. Humor ist, wenn man trotzdem lacht
8. Kurz & knackig
Sie haben bekanntlich nicht viel Zeit, um Ihre Leser zu überzeugen. Blog-Texte müssen deshalb vor allem kurz und bündig sein. Meiden Sie lange Schachtelsätze. Fassen Sie zusammen. Seien Sie auf den Punkt.
9. Profis fragen – Interviews bringen Expertise auf den Punkt
Fakten können erdrücken. Aber werden sie von Menschen präsentiert, die täglich damit umgehen, wird es plötzlich interessant.
Vielleicht wollten auch Sie schon immer einen Molekularbiologen, einen Algenzüchter oder Astrophysiker kennenlernen. Sie werden überrascht sein, wie viel Feedback Sie auf einen gelungenes Experteninterview bekommen. Damit bereiten Sie nicht nur scheinbar „trockene“ Themen auf, sondern gewinnen auch neue Follower.
10. Shocking is rocking – Ungewöhnliches interessiert
Für „kurz“ hatte ich keine Zeit.
Microcopy beauftragen.Aber wenn Sie Ungewöhnliches platzieren und zur Diskussion im Netz freigeben, werden Sie die Lorbeeren für Ihre Mühen ernten.
Sollten Sie mit erneuerbaren Energien arbeiten, reizen vielleicht schon die folgenden Zahlen, ein wenig genauer hinzusehen: „Wir brauchen in Zukunft 1.500 Terrawattstunden und davon fehlen noch 1.050.“
11. Messen nicht vergessen
Zahlen sprechen für sich? Stimmt nicht immer, aber meistens. Nutzen Sie passende Software für eine gute Konkurrenzanalyse. Dadurch erkennen Sie schwarz auf weiß, an welchen Stellschrauben Ihre Redakteure noch drehen müssen. Sie haben damit eine solide Basis für die Keyword-Analyse. Außerdem hilft es bei der Themenrecherche und setzt neue Anreize.
So what? – Fazit:
Machen Sie aus trockenen Stoff welche, die sich angenehm zu lesen sind. Erklären Sie komplexe Sachverhalte mit der Kraft der einfachen Sprache. Servieren Sie Ihre Kern-Informationen in verständlichen Häppchen. Und vergessen Sie nicht: Lernen Sie Ihre Kunden kennen.
Mit einem Reaktionsplan behalten Sie die Übersicht. Dokumentieren Sie Ihre Fortschritte und lernen Sie aus Ihren Erfahrungen. Dann werden Sie vom Geheimtipp zum interessantesten Nischen-Player.